Als weltweit größter Hersteller und Exporteur von Beleuchtungsprodukten nimmt mein Land eine Schlüsselposition auf dem EU-Beleuchtungsmarkt ein. Von Januar bis Oktober 2025 erreichten die Exporte meiner Beleuchtungsprodukte in die EU 8,3 Milliarden US-Dollar, was 20 % meiner gesamten Exporte von Beleuchtungsprodukten ausmacht und die EU weiterhin zum wichtigsten Exportmarkt macht.
Trotz des stabilen Exportvolumens wurden die Qualitäts- und Sicherheitswarnungen kontinuierlich verschärft. Laut unvollständigen Statistiken gab die EU in den ersten drei Quartalen 2025 über das Schnellwarnsystem für Non-Food-Produkte (RAPEX) 161 Qualitätsmeldungen zu chinesischen Beleuchtungsprodukten heraus – ein deutlicher Anstieg von 31 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil dieser Meldungen, der chinesische Konsumgüter betraf, stieg auf 11 %. Wir analysieren heute die EU-Rückrufe, um die Qualitätslage für Beleuchtungsprodukte auf dem lokalen Markt zu verstehen.
I. Sicherheits- und Umweltfragen machen über 90 % aus
Aus den Gründen für die Meldungen geht hervor, dass Sicherheit und Umweltschutz die Haupthindernisse für den Export chinesischer Beleuchtungsprodukte in die EU darstellen, wobei Sicherheitsbedenken besonders alarmierend sind.
Sicherheitsmängel machten 80 % der Meldungen aus und rangierten damit an erster Stelle – ganze 10 Prozentpunkte höher als im gleichen Zeitraum im Jahr 2024. Die gemeldeten Probleme betrafen vor allem Kernaspekte wie die Produktkonstruktion, die Einhaltung der Verkabelungsvorschriften, die Hitze- und Feuerbeständigkeit sowie den Schutz vor Stromschlägen – allesamt kritische Indikatoren, die direkt mit der Verbrauchersicherheit zusammenhängen. Beispielsweise legen manche Produkte aufgrund unzureichender mechanischer Festigkeit während des Gebrauchs leicht stromführende Teile frei und bergen so die Gefahr eines Stromschlags; andere verfügen über Stecker mit nicht normgerechten Abmessungen, die bei längerem Gebrauch Steckdosen beschädigen und Brände verursachen können. Diese Mängel traten in den gemeldeten Fällen wiederholt auf.
Obwohl Umweltprobleme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozentpunkte zurückgingen und mit 17 % den zweiten Platz belegten, stellen sie weiterhin ein erhebliches Risiko dar, das nicht ignoriert werden darf. Die Berichte konzentrierten sich auf überhöhte Schwermetallkonzentrationen. So erreichte beispielsweise die höchste gemessene Bleikonzentration in Lötmitteln 82,2 % und überschritt damit die EU-Grenzwerte deutlich. Dies führt nicht nur zu Umweltverschmutzung, sondern kann über die Nahrungskette auch die menschliche Gesundheit schädigen. In einigen Produkten wurden zudem überhöhte Cadmium- und kurzkettige chlorierte Paraffine (SCCPs) gefunden. SCCPs stehen aufgrund ihrer Bioakkumulation und ihres krebserregenden Potenzials im Fokus der EU-Regulierung.
II. Osteuropa bleibt ein stark betroffenes Gebiet, Südeuropa verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Meldungen
Betrachtet man die geografische Verteilung der Meldungen innerhalb der EU, zeichnet sich ein neues Merkmal ab: Osteuropa sticht hervor, Nordeuropa gewinnt an Bedeutung. Osteuropäische Länder wie Ungarn bleiben die Hauptursache für Meldungen und machen 47 % aller Meldungen aus. Obwohl dies einem Rückgang um 20 Prozentpunkte gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024 entspricht, stellt Ungarn immer noch fast die Hälfte aller Meldungen dar. Ungarn verzeichnete in den ersten drei Quartalen dieses Jahres die höchste Anzahl an Meldungen unter den EU-Ländern und machte damit etwa 20 % aller Meldungen für Beleuchtungsprodukte in Ungarn aus, ein Rückgang von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Slowakei, ein aufstrebendes Land mit vielen Meldungen, verzeichnete einen Anstieg der Meldungen um 633 % gegenüber dem Vorjahr und erreichte einen Anteil von 14 % an allen Meldungen. Daher ist dieser Markt besonders beobachtungsbedürftig. Die auffälligen Qualitätsprobleme in Osteuropa hängen eng mit den Besonderheiten der lokalen Marktnachfrage zusammen. Betroffen vom allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung in Europa reagiert Osteuropa empfindlicher auf Produktpreise. Zudem ist mit der Hochsaison für den Kauf von Festtagsartikeln wie Lichterketten zum Jahresende der Markt mit preisgünstigen und minderwertigen Produkten überschwemmt worden, was die Häufigkeit der Benachrichtigungen direkt erhöht hat.

Es ist bemerkenswert, dass die Anzahl der Meldungen in Süd- und Nordeuropa im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist: Der Anteil Südeuropas schnellte von 1 % im Vorjahr auf 19 % hoch, ein Anstieg um 18 Prozentpunkte. Nordeuropa folgte dicht dahinter mit 18 %, wobei die Meldungen aus Schweden besonders hervorstachen: Hier stiegen sie im Vergleich zum Vorjahr um über 300 % und machten 16 % aller Meldungen aus. Der Hauptgrund für den Anstieg der Meldungen in Nordeuropa liegt darin, dass die Verbraucher vor Ort von Jahr zu Jahr mehr Wert auf Umweltverträglichkeit legen, während einige Exportprodukte ihre strengen Umweltauflagen nicht erfüllen.
III. Lichterketten bleiben am häufigsten gemeldet
Aus Sicht einzelner Produkte sind Lichterketten weiterhin die am häufigsten beanstandeten Beleuchtungsprodukte. In den ersten drei Quartalen wurden fast 100 Beanstandungen ausgesprochen, ein Anstieg von 32 % gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht 61 % aller Beanstandungen für Beleuchtungsprodukte in meinem Land und bedeutet, dass Lichterketten seit vielen Jahren ununterbrochen an erster Stelle stehen. Eine detaillierte Analyse zeigt, dass die Qualitätsprobleme bei Lichterketten auf den Konflikt zwischen Kostenkontrolle und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zurückzuführen sind.
Gemäß EU-Normen müssen Lichterketten mit Gummischläuchen versehen sein, um Isolierung und Hitzebeständigkeit zu gewährleisten. Dies erhöht jedoch die Produktionskosten erheblich. Im harten Exportwettbewerb greifen einige Unternehmen aus Kostengründen auf minderwertige Materialien zurück, was direkt zu einer Reihe von Qualitätsproblemen führt: Unzureichende Isolierung, mangelnde mechanische Festigkeit und zu kleine Kabeldurchmesser stellen häufige Sicherheitsrisiken dar. Gleichzeitig bestehen trotz wiederholter Verbote weiterhin Umweltprobleme wie eine zu hohe Bleikonzentration im Lötmittel (bis zu 82,2 %) und zu hohe Phthalatwerte in Kunststoffen. Darüber hinaus weisen einige Produkte Konstruktionsmängel auf, beispielsweise kürzbare Lichterketten ohne Sicherheitsvorrichtungen oder Produkte für den Außenbereich ohne Feuchtigkeitsschutz, was die Nutzungsrisiken zusätzlich erhöht.
Die EU, einer der Märkte mit den weltweit strengsten Qualitätsvorschriften für Beleuchtungsprodukte, dient chinesischen Unternehmen nicht nur als Barometer für Marktfeedback, sondern auch als Kompass zur Verbesserung der Produktqualität. Angesichts des stetig steigenden Drucks durch die zunehmenden Vorschriften müssen Unternehmen die Mentalität des Niedrigpreiswettbewerbs aufgeben und die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette – von der Materialbeschaffung über die Produktionsprozesse bis hin zur Endproduktprüfung – verstärken. Dabei gilt es, die beiden Kernschwächen – Sicherheitsdesign und umweltfreundliche Materialien – zu beheben. Gleichzeitig müssen sie die unterschiedlichen regulatorischen Schwerpunkte der einzelnen EU-Länder genau beobachten und differenzierte Compliance-Strategien für die preissensiblen Märkte Osteuropas und die umweltorientierten Märkte Nordeuropas entwickeln. Nur mit einer soliden Qualitätsgrundlage können wir uns auf dem globalen Markt für hochwertige Beleuchtung etablieren und eine langfristige Entwicklung des Exportgeschäfts erreichen.


